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Studierende der Psychologie präsentieren ihre Diplomarbeiten Durch die Festreden neugierig gemacht, begab sich die Hundertschaft an Gästen - darunter PolitikerInnen von Stadt, Land und Bund, Vertreter der Uni Leitung, PsychologInnen aus der Praxis, Vertreter aus anderen Studienrichtungen, Privatpersonen, Studierende und natürlich auch die Presse - ins Institut für Psychologie, um die Arbeiten, die mittels Poster präsentiert wurden, zu betrachten. Damit die Fülle an Information, die in den 40 Postern steckte, leichter zu verdauen war, wurde die Verdauung durch ein reichhaltiges Buffet angeregt. Dem Beobachter dieses Geschehens bot sich ein besonderes Bild. Eine große Schar an Neugierigen wanderte, bewaffnet mit Hühnerkeule und Apfelstrudel, durch die Gänge des Instituts, um bei jedem Poster zu verweilen und vielleicht sogar mit dem Gestalter des Posters über dessen Arbeit zu diskutieren. Zu diskutieren gab es bei dem reichhaltigen Themenangebot sicherlich einiges. ("Wie ist das Image von Inline-Skatern ?" "Warum will ich gerade hier arbeiten ?" "Was wissen Mütter über die Entwicklung ihrer Kinder ?", etc.) Man wollte es sich nicht leicht machen, denn schließlich hatte man ja die Aufgabe, daß beste Poster mittels Stimmzettel zu wählen. Den Abschluß dieses Events bildete die Prämierung der drei besten Posters. Die Preise, eine Flugreise für 2 Personen, Büchergutscheine, konnten sich durchaus sehen lassen. Diese Veranstaltung war das Produkt eines länger dauernden Prozesses, sozusagen ein köstliches Menü am Ende eines langen Vormittages in der Küche. Hier das (Erfolgs)Rezept. Man nehme eine engagierte Professorin und eine gute Handvoll Studierende, gebe sie in eine Schüssel (Typ: Seminar, Marke: Angewandtes Projektmanagement) und warte ab, was passiert. Die Masse beginnt sich bei einer genügend hohen Dosis an Vitaminen (besonders wichtig sind die Vitamine Idee, Motivation und Interesse) zu verselbständigen. Verschiedene Organisationsgruppen beginnen sich herauszukristallisieren, die sich um das Sponsoring, die Public Relations, die Medienbetreuung und die Betreuung der posterpräsentierenden DiplomandInnen und DissertantInnen kümmern. Nach einiger Zeit des Wartens - ein Semester genügt - kann die Speise serviert werden. Ein bewährter Serviervorschlag: Verbacken sie ihr Produkt in einer Homepage und lassen sie die Presse an ihrem Festschmaus teilhaben. Sie werden sehen, der Erfolg bleibt nicht aus. Übrigens, dieses Rezept darf jederzeit nachgekocht werden. Solltest du auf den Geschmack gekommen sein, oder dich ärgern, nicht dabei gewesen zu sein, kein Problem. Es wurde eine Homepage eingerichtet. Diese enthält noch eine ganze Menge mehr an Informationen zu dieser Veranstaltung. www.redfish.to/research/psyposter MeinungsmixWir waren vor Ort und haben den RednerInnen aufmersam gelauscht und so manches Interview geführt. Hier Auszüge aus den Reden und Interviews. Univ.Prof.DDr. Christiane Spiel Wir wollen zeigen, daß Studierende der Psychologie eine breite, wissenschaftlich fundierte Ausbildung erhalten, die sie flexibel in verschiedenen Berufsfeldern einsetzen können. Karin Goditsch Diese Lehrveranstaltung war sehr interessant, da man Organisieren lernt. Diese Möglichkeit wird in anderen LV´s kaum geboten. Ich würde mir wünschen, daß solche LV´s in Zukunft noch zahlreicher angeboten werden. Univ.Prof.Mag.Dr. Wolf Rauch Die Universität muß an ihre Kunden denken. Die Kunden sind aber nicht die Studierenden. Studierende sind nicht die Lehrlinge, die von den Professoren angewiesen werden. Sie sind ein Teil der Trägerinnen und Träger der Wissenschaft. Der Kunde der Universität ist die Wissenschaft, und der Kunde der Wissenschaft ist die Öffentlichkeit. Univ.Prof.Dr. Kurt Irgolic Diese Veranstaltung ist günstig, da man einen Überblick über die Arbeiten der Studierenden bekommt. Dieses Projekt sollte ein Beispiel für die anderen Institute der KF-Uni sein. Univ.Prof.Dr. Dietrich Albert Diese Veranstaltung ist ein hervorragendes Beispiel für die Bedeutung von Forschung und Lehre. Ich hoffe, daß man erkennt, daß die Psychologie zurecht zur Naturwissenschaftlichen Fakultät gehört. Ministerialrat Dr. Walter Rosenberger Das Ministerium ist an solchen Veranstaltungen interessiert, da sie einerseits den Studierenden ermöglichen, ihre Arbeiten zu präsentieren und andererseits eine Gelegenheit für das Institut darstellen, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Elke Edlinger Die Stadt Graz ist über Veranstaltungen wie diese sehr erfreut und bemüht die Aktivitäten der Grazer Universitäten zu fördern. Eine derartige Lehrveranstaltung bietet eine gute Möglichkeit parxisorientiertes Arbeiten zu lernen. Dr. Eva Karisch Ich halte es für sehr wichtig, daß die Uni sich nach außen hin öffnet und zeigt was hier alles geleistet wird. Die Arbeiten so zu präsentieren kann auch eine große Hilfe für Außenstehende sein. Wenn sie das eine oder andere Problem haben, wissen sie, daß sie da jemanden kontaktieren können. Dr. Hubert Schaupp Diese Art der Präsentation ist einmalig und hervorragend. Ich würde mir auf unseren Kongressen bei Präsentationen ein ähnliches Niveau wünschen. Es wäre wünschenswert, daß auch in anderen Universitäten Österreichs, in denen die Psychologie vertreten ist, ähnliches geschieht. Judith Hoffmann Ich würde mir wünschen, daß solche Veranstaltungen über Institute hinweg zur Regel werden. Dies ist ein gutes Forum, um seine Arbeit zu präsentieren. VertreterInnen aus der Wirtschaft sind anwesend, was eine gute Voraussetzung sein könnte, nach dem Studium eine Arbeit zu finden. Mag. Schindelbacher Ich habe mir vorher nichts versprochen, aber im Zuge der Arbeit hat es mir dann Spaß gemacht zu präsentieren. Es sollte die Arbeit am Institut noch viel stärker Publik gemacht werden, damit die Öffentlichkeit weiß, was in einem Institut gemacht wird. Ute Schachinger Ich bin sehr froh, daß endlich Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. Da niemand weiß, was von den Studierenden der Psychologie verlangt wird, gibt es sehr viele Vorurteile. Diese Veranstaltung trägt zur Aufklärung bei. |