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Allgemeine Psychologie , Univ.-Prof. Dr. Dietrich Albert

Mütter - Kinder - Erziehung

von Mag. Tatjana Fasching

Mag. Tatjana Fasching
Waldweg 14
8101 Gratkorn
Austria
Tel: +43 3124 23608
Poster
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In dieser Diplomarbeit wurde davon ausgegangen, daß eine Menge von mütterlichen Erziehungswerten - gestützt auf die Annahmen der Wissensstrukturtheorie (Doignon & Falmagne, 1985) - geordnet werden kann.

Die Erziehungswerte wurden zuerst anhand inhaltlich-theoretischer Annahmen in eine Struktur gebracht, wobei ein Erziehungswert von einem anderen bzw. mehreren anderen abhängig ist.

Für die empirische Überprüfung der vermuteten Struktur wurde ein Testinstrument entwickelt, das mittels Erhebung von Erziehungsverhaltensweisen einer Mutter deren Erziehungswerte in 10 konkreten Situationen erfassen kann (Kompetenz-Performanz-Struktur-Theorie, Korossy, 1993).

Das mütterliche Erziehungsverhalten wurde selbstperzipiert (50 Mütter) mittels selbst konstruiertem Papier/Bleistifttest mit gebundener Beantwortung und fremdperzipiert (50 Kinder) mittels Interview erhoben.

Es wurden die Hypothesen geprüft, daß

1) eine Menge von 12 Erziehungswerten der vermuteten Struktur entspricht und

2) daß die Menge der von einem Kind genannten Verhaltensweisen seiner Mutter

eine Teilmenge der von der Mutter genannten Verhaltensweisen darstellt.

Die erste Hypothese betreffend zeigen sich Abhängigkeiten zwischen Werten, es gibt jedoch auch Abweichungen von der Struktur. Die zweite Hypothese betreffend zeigt sich, daß Kinder oft andere Verhaltensweisen als ihre Mütter angeben.

Zusammenfassend ist zu sagen, daß die Ergebnisse dieser Pilotstudie darauf hinweisen, daß Abhängigkeiten zwischen Erziehungswerten vermutet werden können.

Im Falle einer Validierung der Struktur könnten - auf dem Modell der Wissensstrukturen basierende - Tests zu einer ökonomischen Diagnose für Erziehungswerte herangezogen werden.