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| Frühere Untersuchungen zu diesem Thema ergaben, daß sich Radfahrer des öfteren nicht an die vorgeschriebenen Verkehrsregeln halten, indem sie beispielsweise verbotene Abkürzungen nehmen, um Zeit und Weg zu sparen. So stellte sich die Frage, inwieweit dieses zitierte, regelabweichende Verhalten das Image von Radfahrern beeinflußt und welche Faktoren einen Einfluß auf die Meinungsbildung über Radfahrer ausüben. Vor diesem Hintergrund wurde für diese Untersuchung eigens ein Fragebogen entworfen, um die Einstellungen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer über die Gruppe der Radfahrer zu erheben. Hierfür wurden 203 Personen zwischen 15 und 74 Jahren in der Stadt Graz mittels halbschriftlichen Interviews befragt. Bei der Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, daß das hauptsächlich benutzte Verkehrsmittel einen starken Einfluß auf das Bild, das die befragten Personen von Radfahrern haben, ausübt. So sprachen sich Radfahrer über ihre ‘gleichgesinnten´ Verkehrsteilnehmer deutlich positiver aus als Nicht-Radfahrer. Bei genauerer Analyse der Verkehrsteilnehmergruppe der Nicht-Radfahrer ergab sich, daß Pkw-Fahrer mit Abstand die negativste Meinung über das Verhalten von Radfahrern haben und den Radfahrern auch am wenigsten positive und am meisten negative Eigenschaften zuschreiben. Ebenfalls wurde im Rahmen der Untersuchung die Einstellung gegenüber dem Radverkehr im allgemeinen erhoben. Es zeigte sich, daß das Fahrrad unter der Grazer Bevölkerung als Verkehrsmittel nicht nur akzeptiert, sondern sogar als sehr wertvoll angesehen wird. Auch konnte festgestellt werden, daß Personen umso stärker für restriktive Maßnahmenvorschläge für den Radverkehr (Helmtrage- bzw. Kennzeichenpflicht, Führerschein für Radfahrer) eintreten, je negativer ihre Einstellung gegenüber Radfahrern ist. Insgesamt wurde deutlich, daß sich die Grazer Bevölkerung sehr wohl über das vorschriftswidrige Verhalten mancher Radfahrer bewußt ist, die Radfahrer aber dennoch im städtischen Bereich allgemein akzeptiert werden.
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