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| Aus welchen Gründen bewirbt sich ein Bewerber bei einem bestimmten Unternehmen? Warum nimmt er ein Stellenangebot an, warum lehnt er ein Stellenangebot ab? Wie kann der Bewerbungsprozeß im Sinne des Bewerbers verbessert werden, damit die Zahl der Ablehnungen von Seiten der Bewerber minimiert wird? Das Ziel der Studie ist, die Effizienz der Personalauslese in einem österreichischen Unternehmen zu steigern. In Anlehnung an eine Studie mit Ausbildungsplatzbewerbern in einem großen deutschen Unternehmen (Schmüser, 1992) sollen auf diese Fragen Antworten gefunden und Entwicklungsmöglichkeiten in Form einer Checkliste "Die ideale Bewerbungssituation aus der Sicht des Bewerbers" aufgezeigt werden. In einer Vorstudie wird der derzeitige Bewerbungsprozeß evaluiert. Dazu werden Bewerber bei ihrem Vorstellungstermin im Unternehmen begleitet. Die Beobachtung erstreckt sich über Begrüßung, computerunterstützte Verfahren und Vorstellungsgespräch. Im Anschluß daran wird mit dem Bewerber ein Interview durchgeführt, das den Auswahlprozeß aus seiner Sicht beleuchten soll. Dabei wird sowohl nach objektiven Faktoren, wie Gehaltswünsche und Reisebereitschaft, als auch nach subjektiven Faktoren, etwa, wie gut der Bewerber seiner Meinung nach in das Unternehmen paßt, gefragt. Ferner werden ausgehend vom Konzept der Sozialen Validität Faktoren des kritischen Kontaktes erhoben. Das heißt, es wird erfragt, wie der Bewerber den Kontakt mit dem Unternehmen und die Auswahlsituation als solche erlebt hat. Ausgehend von den Ergebnissen der Voruntersuchung sollen im Sommer und Herbst 1998 150-200 Bewerber mit auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmten Instrumenten im Hinblick auf ihren Bewerbungsprozeß untersucht werden. Die daraus gewonnenen Ergebnisse sollen die Basis für eine Checkliste bilden.
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