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| Mit Augenmerk auf das von Ringel beschriebene Präsuizidale Syndrom, wonach die gehemmte und gegen die eigene Person gerichtete Aggression eines der drei entscheidenden Elemente suizidaler Entwicklung darstellt, wird mit vorliegender Untersuchung versucht, die Rolle der Aggressivität bei Personen nach erstmaligem Selbstmordversuch genauer zu beleuchten. Es wurden 28 Personen (14 Frauen und 14 Männer) im Alter von 16 bis 71 Jahren, die aufgrund ihrer ersten Suizidhandlung stationär an einer psychiatrischen Klinik in Graz behandelt wurden, untersucht. Als Erhebungsinstrumente dienten hierfür die „Basisdokumentation suizidalen Verhaltens" von Schaller, die „Suizidabsichtsskala" von Pierce, sowie der „Fragenkatalog zur Erfassung von Aggressivitätsfaktoren" (FAF) von Hampel & Selg. Es konnte deutlich gezeigt werden, daß bei Erstsuizidanten die Selbstaggression die vorherrschende Aggressionsform darstellt. Weiters konnten die Patienten anhand ihres Aggressivitätsprofils mit Hilfe des statistischen Verfahrens der Clusteranalyse sinnvoll in drei Gruppen eingeteilt werden: „Parasuizidale Geste mit Fluchttendenzen", „Ernstgemeinter Suizidversuch" und „Suizidhandlung aufgrund mangelnder Affektsteuerung bei gleichzeitigem Vorhandensein depressiver Züge". Diese und weitere Ergebnisse, sowie Verknüpfungen zu den wichtigsten soziodemographischen Daten, werden im Rahmen dieser Präsentation dargestellt und diskutiert. Ebenso wird auf die klinische und therapeutische Bedeutsamkeit der Befunde, vor allem auf die der frühzeitigen Erkennung einer bestehenden Selbstmordgefahr und der daraus abzuleitenden Selbstmordvorsorge, hingewiesen.
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