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| Ziel dieser Diplomarbeit war es zu erfassen, ob der Umgang mit potentiell die Beziehung belastenden Problemsituationen und die Bereitschaft, in derartigen Situationen ein beziehungsförderndes Verhalten zu zeigen, mit der Stärke des Beziehungscommitments von Personen zusammenhängt. Die Beziehungsprobleme, die hier untersucht wurden, waren unterschiedliche Interessen der Partner sowie störende (teils veränderbare, teils nicht veränderbare) Eigenheiten und Gewohnheiten des Partners. Das Beziehungscommitment repräsentiert die Gebundenheit an die Beziehung und den Wunsch, diese zu erhalten, da die Person mit der Beziehung zufrieden ist, viel in die Beziehung investiert hat und eine Alternative zur Beziehung schlechtere Ergebnisse für sie bringen würde, als sie aus der gegenwärtigen Beziehung erhält. Bei der durchgeführten Fragebogenuntersuchung, an der 182 Personen teilnahmen, zeigte sich, daß, je höher das Commitment der Person ist, desto größer ist die Bereitschaft, auf eigene Interessen zu verzichten und veränderbare störende Gewohnheiten oder Eigenheiten des Partners zu verändern. Für den Zusammenhang zwischen Commitment und Akzeptanzbereitschaft von störenden, nicht veränderbaren Eigenheiten und Gewohnheiten scheint jedoch das soziale Motiv einer Person eine Rolle zu spielen. Eine hohe Akzeptanzbereitschaft geht nur bei Individualisten, für die das Erreichen von Eigeninteressen das primäre Ziel ist, mit einem hohen Commitment einher. Kooperative Personen, von denen angenommen wird, daß sie versuchen, die gemeinsamen Ergebnisse der beiden Partner zu maximieren, wiesen hier einen negativen Zusammenhang auf. Das bedeutet: Je höher das Commitment, desto niedriger ist die Akzeptanzbereitschaft von störenden nicht veränderbaren Eigenheiten oder Gewohnheiten des Partners.
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