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Allgemeine Psychologie , Univ.-Prof. Dr. Dietrich Albert

SUSI P. - Structure of USer Interface Preferences

von Gerhard Wasner

Gerhard Wasner
Maygasse 10
A-8010 Graz
Austria
Tel: +43 699 19149040
 
office@gerhardwasner.info
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Zur SUSI P. homepage SUSI P. ist ein psychologisches Internetexperiment, das Präferenzen für grafische Benutzeroberflächen von Computersystemen untersucht. Das online Experiment, welches für den deutschen Sprachraum konzipiert wurde, war vom 12.5.98 bis 22.6.98 unter dem URL http://www.redfish.to/research/susip zugänglich. Von den 271 Probanden, die auf das Experiment zugriffen, führten 51 die 30 Paarvergleiche durch und schickten die Daten anschließend ab. Die Bearbeitungsdauer variierte zwischen 9 und 22 Minuten.

Der Einsatz von digitalen Kommunikations- und Informationsmedien im Berufsleben und im privaten Alltag nimmt dramatisch zu. Deshalb kommt der Gestaltung von Benutzeroberflächen unter Berücksichtigung sozialer und kognitiver Komponenten für die zufriedenstellende Mensch-Maschine Interaktion besondere Bedeutung zu.

Die soziale Komponente, als Persönlichkeit der Oberfläche bezeichnet, wurde bei SUSI P. über die konnotative Gestaltung von Dialogfeld-Texten auf der Dimension "selbstbewußt/schüchtern" modelliert. Gemäß der Ähnlichkeits-Attraktions-Hypothese sollte jene Oberfläche bevorzugt werden, deren "Persönlichkeit" der des Probanden entspricht.

Der kognitive Faktor wurde über die Variation des Kontrasts von Hintergrund und Vordergrund des auf der Oberfläche dargestellten Bildschirminhalts modelliert. Jene Oberflächen, die konstant helle Schrift auf dunklem Grund bzw. dunkle Schrift auf hellem Grund aufweisen, sollten gegenüber denjenigen präferiert werden, bei denen das Verhältnis hell auf dunkel und dunkel auf hell pro Oberfläche wechselt.

Es zeigt sich, daß unabhängig von der Übereinstimmung zwischen Benutzerpersönlichkeit und "Oberflächenpersönlichkeit" jene Oberflächen bevorzugt werden, die einen hellen Hintergrund aufweisen. Nicht zuletzt weil die Hypothesen nicht in vollem Umfang haben bestätigt werden können, zeigt die Untersuchung, daß auch bei größerem Zeitbedarf eines Internetexperimentes eine hinreichend große Teilnehmerzahl erreicht werden kann, um experimentalpsychologische Hypothesen prüfen zu können.