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| In dieser Arbeit sollte untersucht werden, ob die Qualität der familiären Beziehungen, das Selbstwertgefühl der Eltern sowie das soziale Netz Einfluß auf die seelischen und körperlichen Belastungen, die der Tod eines Kindes mit sich bringt, nehmen. 47 Elternteile, die ein Kind durch Unfall, Krankheit oder Selbstmord verloren haben, berichteten im Rahmen strukturierter Interviews über ihre körperlichen und seelischen Probleme. Überlebende Geschwister wurden ab einem Alter von 13 Jahren um die Einschätzung ihrer Beziehung zu den Eltern gebeten, Jugendliche ab 17 wurden auch über ihre Ablösungsaktivitäten befragt. Den Ergebnissen zufolge gehen hohe Verhaltens- und Entscheidungssicherheit sowie emotionale Sicherheit in der Partnerschaft mit relativ geringen Belastungen einher, während das soziale Netzwerk wenig zur Bewältigung beiträgt. Weiters zeigte sich, daß Väter auf nicht antizipierte Verluste mit stärkeren Beeinträchtigungen reagieren, während das Ausmaß der mütterlichen Belastungen unabhängig von der Todesursache ist. Entgegen den Erwartungen wird der Ablösungsprozeß jugendlicher Kinder durch gute Beziehungen zu den Eltern nicht beschleunigt. Väter und Mütter, die einen zufriedenstellenden inneren Dialog mit ihrem verstorbenen Kind pflegen, scheinen die physischen und emotionalen Belastungen besser zu bewältigen. Auf Interventionen, welche auf die emotionale Lösung der Eltern von ihrem Kind abzielen, sollte daher verzichtet werden. Therapeutisch sinnvoll erscheint dagegen die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Verständnisses der Partner für den oft unterschiedlichen Trauerstil und die begrenzte Belastbarkeit des anderen.
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