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| Die Jugendzeit bringt für die meisten Heranwachsenden Probleme mit sich, deren Bewältigung durch eine gute Mutter-Kind-Beziehung wesentlich erleichtert wird. Häufig wird die Meinung geäußert, daß die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern in dieser Entwicklungsphase generell nicht besonders gut sind und die mütterliche Berufstätigkeit einen zusätzlichen Belastungsfaktor darstellt. Um zu prüfen, inwieweit diese Annahme zutrifft, wurden 144 Jugendliche und deren Mütter zu den Themen Mutter-Kind-Beziehung und Einfluß mütterlicher Berufstätigkeit befragt. Es stellte sich heraus, daß drei Viertel aller Jugendlichen über eine gute Beziehung zu ihrer Mutter verfügen, die ihnen die nötige Sicherheit liefert, sich den Anforderungen des Jugendalters zu stellen. Der Berufsstatus der Mutter zeigte keinerlei Auswirkungen auf die Qualität der Mutter-Kind-Beziehung. Jugendliche mit berufstätigen Müttern unterscheiden sich diesbezüglich nicht von Jugendlichen mit Müttern, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Es scheint weniger der Berufsstatus selbst als vielmehr die Zufriedenheit der Mutter mit der daraus resultierenden Lebenssituation eine Rolle zu spielen. Ein Extremgruppenvergleich zwischen zufriedenen und weniger zufriedenen Müttern zeigte, daß die Qualität der Mutter-Kind-Beziehung deutlich besser ist, wenn die Mutter angibt, mit ihrer Situation zufrieden zu sein, als wenn dies nicht der Fall ist. Die Jugendlichen und ihre Mütter wurden auch gebeten, positive und negative Effekte des mütterlichen Berufsstatus (erwerbstätig vs. nicht erwerbstätig) auf die gemeinsame Beziehung anzugeben. Während die Mütter die Auswirkungen ihrer Tätigkeit insgesamt eher positiv beurteilen, sind ihre heranwachsenden Kinder diesbezüglich etwas kritischer, wobei die Angaben in Abhängigkeit vom Berufsstatus der Mutter differierten. Sowohl unter den Müttern als auch unter den Jugendlichen gibt es allerdings wenige, die durch einen Wechsel des mütterlichen Berufsstatus eher Vorteile resultieren sehen.
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