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Schulpsychologie , Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel

Streß, Angst und subjektives Wohlbefinden von Grundschülern und Grundschülerinnen

von Mag. Gabriele Fellner

Mag. Gabriele Fellner
Neubaugasse 42
8020 Graz
Austria
Tel: +43 316 765613
gabriele.fellner
@kfunigraz.ac.at
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Wie erleben Kinder in der Grundschule Streß und Angst und wie gehen sie damit um?

Diese Thematik wurde im Zusammenhang mit dem subjektiven Wohlbefinden der SchülerInnen und der Hausaufgabensituation behandelt. Untersucht wurden 122 Kinder der dritten Schulstufe. Mittels Clusteranalyse ließen sich drei Bewältigungstypen unterscheiden.

Die „Souveränen": Diese Kinder zeichnen sich dadurch aus, daß sie selten versuchen Problemsituationen (Prüfung) zu vermeiden oder diese durch Mogeln zu bewältigen. Weiters bitten diese SchülerInnen selten um Hilfe, fühlen sich durch die Hausaufgaben nicht belastet und in ihrem Wohlbefinden nicht eingeschränkt.

Die „Belasteten": Diese SchülerInnen setzen häufig problemlösendes Handeln als Bewältigungsstrategie ein. Sie klagen über Streß und fühlen sich durch die Hausaufgaben belastet.

Die „Vermeider": Diese Kinder versuchen Problemsituationen zu vermeiden oder durch Mogeln zu bewältigen. Sie setzen in Streßsituationen häufig emotionsregulierende Aktivitäten (Türe zuknallen) und versuchen Angst durch Ablenkung und Beruhigung („...dann denke ich mir, daß es schon vorbeigehen wird.) zu bewältigen. Sie fühlen sich durch die Hausaufgaben nur wenig belastet, in ihrem Wohlbefinden stark beeinträchtigt und weisen zudem hohe Angstwerte auf.

Auffallend ist, daß die Bewältigungsstrategien der „Vermeider" eine Orientierung weg vom Problem zeigen.

Diese Resultate bestätigen die Annahme von Lohaus und Mitarbeitern (1996), daß eine hohe Ängstlichkeit mit nicht wirkungsvoller Problembearbeitung einhergeht. Sie unterstützen weiters die Annahmen von Schwarzer (1990), der betont, daß eine aktive Auseinandersetzung mit dem Problem für Gesundheit und das subjektive Wohlbefinden langfristig von Vorteil ist.