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Sozialpsychologie , Univ.-Prof. Dr. Gerold Mikula

Werthaltungen zur Jahrtausendwende - Eine Werte- und Einstellungsuntersuchung an 214 LehrerInnen in elf Allgemeinbildenden und Berufsbildenden Höheren Schulen

von Mag. Eva Mautner

Mag. Eva Mautner
Goethestraße 21 / 3 / 12
8010 Graz
Austria
Tel: +43 316 384799
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Die als Befragung durchgeführte Untersuchung bildet den österreichischen Beitrag einer internationalen Werteuntersuchung, die mittlerweile in 51 Ländern durchgeführt wurde. Grundannahme der Untersuchung ist, daß es zehn mögliche Werthaltungen gibt, die im Leben bedeutsam sein können.

Die Werthaltungen wurden mittels Wertefragebogens von Schwartz (1992) erhoben. Einstellungen wurden zu schulrelevanten Themen mittels Konstanzer Fragebogen für schulspezifische Einstellungen (1976) erfragt.

Der Vergleich zwischen der internationalen, deutschen und der österreichischen Stichprobe ergab dabei eine große Übereinstimmung zwischen den Wertpräferenzen.

Allen Versuchspersonen waren Hilfsbereitschafts-, Selbstbestimmungs- und Universalismuswerte am wichtigsten, also Werte, die auf das Wohlergehen von anderen Menschen, auf Selbstschutz und den Schutz der Natur abzielen. Es zeigte sich ferner, daß österreichischen LehrerInnen Macht- und Leistungsstrebenswerten eine geringere Bedeutung im Leben beimaßen als deutsche.

Älteren LehrerInnen waren Konformitäts- und Traditionswerte wichtiger als jüngeren, denen Hedonismuswerte wichtiger waren. Frauen legten mehr Wert auf Sicherheits- und Hilfsbereitschaftswerte. Sie waren Reformen in der Schule gegenüber aufgeschlossener, glaubten stärker, daß man zum LehrerInsein berufen sein und in erster Linie PädagogIn sein sollte.

Es ergaben sich auch deutliche Unterschiede zwischen LehrerInnen unterschiedlicher Schultypen. LehrerInnen Berufsbildender Höherer Schulen legten mehr Wert auf Macht- und Leistungsstrebenswerte als solche von Allgemeinbildenden Höheren Schulen. Personen, denen Religion wichtig war, maßen Traditions- und Hilfsbereitschaftswerten eine größere Bedeutung bei als Personen, denen Religion nichts bedeutete. Letztere bevorzugten Hedonismuswerte.