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| Die Befunde dieser Untersuchung zeigen die Möglichkeit einer effizienteren diagnostischen Vorgehensweise beim Erkennen und Vermitteln von Kenntnissen und Fertigkeiten durch die praktische Anwendung von Korossys Kompetenz-Performanzstruktur-Theorie (KPS-Theorie, 1993), bei der für jeweils begrenzte Aufgabenmengen exakter und mit wesentlich geringerem Aufwand von erhobenen Lösungskombinationen auf dahinterstehende Kenntnisse geschlossen werden kann. Dies ist ein weiteres Indiz für die Annahme, daß die Anwendung der KPS-Theorie auf völlig unterschiedlichen Wissens- und Fertigkeitsgebieten inhaltliche und ökonomische Vorteile bringt. Unter Verwendung der KPS-Theorie als einer Erweiterung der Wissensraumtheorie von Doignon und Falmagne (1985) auf dem Gebiet der elementaren Algebra sollte geprüft werden, ob Mathematikkenntnisse, die zur Lösung von 15 Algebraaufgaben nötig sind, hierarchisch geordnet sind, und sich diese Kompetenzen innerhalb bestimmter Strukturen voraussetzen. Bei einer empirischen Untersuchung zur Überprüfung dieser Annahmen wurden 80 Probanden im Raum Steiermark in etwa ein- bis zweistündigen Sitzungen einzeln getestet. Es konnte durch eine auf Korossys Theorie basierende Vorgehensweise durch die theoretische Definition eines Strukturmodells der zur Lösung der Aufgaben nötigen Kompetenzen eine höhere Übereinstimmung zwischen den theoretisch möglichen und den empirisch gefundenen Kombinationen gelöster und nicht gelöster Algebraaufgaben gefunden werden, als bei der Annahme, die Aufgaben wären in zufälliger Kombination richtig oder falsch lösbar, oder auch bei einer Ordnung der zur Lösung der Aufgaben nötigen Kompetenzen nach Lösungshäufigkeit (dies entspricht der im Schulbereich durchaus gängigen Reihung nach „Aufgabenschwierigkeit"). Die Ergebnisse der im Korrekturstadium befindlichen Arbeit sind auch ein wichtiger Beitrag zu einem am Computer implementierten Mathematiktutor, an dem in Heidelberg (BRD) gearbeitet wird.
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