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Schulpsychologie , Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel

Aggressionsbekämpfung in Hauptschulen im Zusammenhang mit Angst und Fernsehkonsum

von Mag. Christian Robier

Mag. Christian Robier
Gnas 88
8342 Gnas
Austria
Tel: 0664 4108900
christian.robier
@kfunigraz.ac.at
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Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Effizienz eines Interventionsprogramms zur Reduktion des Aggressionspotentials in der Schule in Form eines Experiments überprüft. Das von Dan Olweus entwickelte Programm war in großangelegten Studien in den skandinavischen Ländern äußerst erfolgreich. Die für das Interventionsprogramm vorgeschlagenen Maßnahmen finden auf Schulebene, Klassenebene und Individualebene statt. Zusätzlich wurde erhoben, ob ein Zusammenhang zwischen Angst und Aggression besteht, und ob die Häufigkeit des Konsums von gewalttätigen Filmen einen Einfluß auf das Aggressionspotential der Kinder hat. Für die Durchführung der Untersuchung wurden die Schüler und Schülerinnen zweier Klassen der 8. Schulstufe von zwei Hauptschulen herangezogen (N=84). Die beiden Klassen der einen Schule stellten die Versuchsgruppe dar, in der das Programm für die Dauer von drei Monaten zur Anwendung kam. In den Klassen der anderen Schule erfolgten keine Interventionen (Kontrollgruppe). Für die Durchführung der Maßnahmen in den Versuchsklassen waren die dort unterrichtenden Lehrer und Lehrerinnen und der Versuchsleiter verantwortlich. Zur Effizienzmessung wurden den Schülern und Schülerinnen beider Schulen vor Beginn und nach Beendigung der Untersuchung ein zum Interventionsprogramm gehörender Fragebogen zur Erhebung der Gewaltsituation vorgelegt. Zum ersten Testzeitpunkt erhielten die Versuchspersonen zusätzlich einen Fragebogen zur Angst und eine Skala zur Erhebung der Häufigkeit, in der verschiedene Filmkategorien konsumiert werden.

Die Ergebnisse zeigten keine Reduktion des Aggressionspotentials in den Versuchsklassen im Vergleich zu den Kontrollklassen. Mögliche Gründe für dieses Ergebnis, wie z.B. die zu geringe Dauer der Interventionen und Mängel des Fragebogens, werden diskutiert. Es konnte jedoch gezeigt werden, daß Opfer von Gewalttaten in der Schule signifikant ängstlicher sind als Täter. Weiters konnte beobachtet werden, daß Kinder die häufig „Horrorfilme" konsumieren, ein höheres Aggressionspotential aufweisen.