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| Zahlreiche Studien deuten darauf hin, daß elementare Differenzen in der Persönlichkeit und dem Temperament auf Unterschieden in der cerebralen Organisation beruhen. Primäres Ziel der Diplomarbeit war es, Zusammenhänge zwischen funktionalen Hemisphärenasymmetrien und verschiedenen Persönlichkeitsausprägungen, insbesondere der Ängstlichkeit und Depressivität, näher zu untersuchen. Von besonderer Bedeutung war dabei eine differenzierte Analyse der habituellen Muster funktionaler Hemisphärenasymmetrien. Mit Hilfe lateraler Verhaltensmaße, die funktionale Asymmetrien in spezifischen Cortexregionen quantitativ erfassen, wurden interindividuelle Differenzen in der Hemisphärenspezialisierung und -aktivierung in Beziehung zu verschiedenen Persönlichkeitsvariablen gesetzt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, daß bestimmte Persönlichkeitsausprägungen mit differentiellen Mustern hemisphärischer Aktivierung in Zusammenhang stehen. Da eine Zuordnung von Persönlichkeitsmerkmalen zu einer der beiden Großhirnhemisphären ohne weitere regionale Differenzierung ungenügend ist, können Ängstlichkeit und Depressivität als links- oder rechtshemisphärische Phänomene allein nicht hinreichend charakterisiert werden. In Zukunft ist daher für ein fundiertes Verständnis der Komplexität der kortikalen Funktionsmechanismen im Zusammenhang mit der Persönlichkeit eine differenzierte Bewertung der funktionalen Asymmetrien notwendig.
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