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| Die Einbeziehung der Sichtweise des sozialen Umfeldes des Kindes in der Einschätzung seiner psychischen Befindlichkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung, wenngleich das Kind selbst meist der beste Informant über seine eigenen Gefühle und Stimmungen ist. Aus der Vielfalt der Ergebnisse meiner Diplomarbeit werden in dieser Präsentation jene dargestellt, die mit einem neuen, für den deutschsprachigen Raum übersetzten und adaptierten Verfahren, erzielt wurden. Dieses Meßinstrument basiert auf dem Preschool Symptom Self-Report (PRESS) (Martini, Strayhorn & Puig-Antich, 1990) und erlaubt die Erfassung depressiver Symptome sowohl aus der Sicht von Vorschulkindern als auch aus der ihrer Eltern. Der Vergleich der Selbst- und Fremdeinschätzung an einer Stichprobe von 90 Vorschulkindern und deren Eltern zeigt, daß die Eltern ihre Kinder depressiver einschätzen und einzelnen depressiven Symptomen ein anderes Gewicht geben, als es in der Selbsteinschätzung durch die Kinder zum Ausdruck kommt. Ein differenzierter Vergleich gestattet Rückschlüsse auf die Akzentuierung und Bedeutung einzelner kindlicher Verhaltensweisen in der Wahrnehmung der Eltern und läßt erkennen, daß die Eltern jene Symptome den Kindern häufiger zuschreiben, die in der alltäglichen Interaktion mit ihrem Kind eher zu Problemen führen. Des weiteren ist es von Interesse, daß in der Selbsteinschätzung der Kinder das Vorhandensein jener Symptome tendenziell als höher angegeben wird, die eher für das Kind selbst irritierend sind, aber der Beobachtung durch die Eltern schwerer zugänglich oder durch diese kaum und oft nicht einschätzbar sind. Dies sollte in weiterer Folge diagnostische Konsequenzen für die Erfassung der psychischen Befindlichkeit und Gestimmtheit von Vorschulkindern haben.
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