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| Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde 1997 eine österreichweite Befragung von Angehörigen psychisch Kranker durchgeführt. Ziel der Untersuchung war es, einen Zusammenhang zwischen Belastungserleben, sozialer Unterstützung und Wohlbefinden der Angehörigen herzustellen und aufzuzeigen, in welchen Bereichen die betroffenen Familien Defizite erleben und was sie sich wünschen. Die Stichprobe setzte sich aus 31 männlichen und 79 weiblichen Angehörigen zusammen. Die Erkrankungen der Familienmitglieder waren vorwiegend dem schizophrenen Formenkreis zuzuordnen, aber auch bipolare Störungen (manisch-depressiv) und Depressionen wurden genannt. Es zeigte sich, daß Angehörige, die mit der erkrankten Person in einem Haushalt wohnen, mehr Beschwerden angeben und auch mehr an depressiv-ängstlichen Zuständen leiden als jene, die getrennt von dem/der Kranken leben. Auch erleben diese Personen weniger soziale Unterstützung, was sich wiederum negativ auf das Belastungserleben auswirkt. Zum Zeitpunkt stationärer Behandlung scheint sich die belastende Situation zuhause etwas zu entspannen. Die Angehörigen wünschen sich in erster Linie Tagesstruktur für Betroffene, betreutes Wohnen und Krisendienste.
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